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5 Gründe warum Haferflocken deine gute Ernährung gefährden

Haferflocken, das wahre Power Food und gesundes Getreide

Höre dir diesen Artikel an:

Diese Headlines liest du wahrscheinlich öfters, vor allem wenn du mal nach “Haferflocken” googlest. Wir alle kennen die guten Gründe warum Haferflocken gerade für Sportler und Fitness Athleten als einer der besten Lebensmittel genannt wird: 

  • Haferflocken aus Vollkorn machen lange satt
  • Haferflocken liefern viel Energie
  • Haferflocken sind reich an ungesättigten Fetten und Magnesium
  • Haferflocken haben reichlich Ballaststoffe

Und das ist alles? Das ist alles um Haferflocken als gesundes Lebensmittel zu deklarieren? Und vor allem, was ist gemeint mit Aussagen wie “viel”, “reich an …” und so weiter? Verstehe mich nicht falsch: Ich finde Haferflocken in einem ausgeglichen Ernährungsplan gerade für Menschen die sehr viel Energie verbrauchen für sinnvoll und sie sind auf jeden Fall besser wie viele andere gezuckerte Frühstücksflocken-Alternativen. Auch ich esse Haferflocken noch gelegentlich. Es gibt jedoch Alternativen, die aus meiner Sicht noch gesünder sind.

Müsli ohne Haferflocken geht gar nicht

Diesen Satz höre ich sehr häufig. Gerade bei Menschen die sich nicht vegan ernähren, ist das Müsli sehr beliebt um ein “gesundes Frühstück” zu sich zu nehmen. 

Das Müsli ist auch eines der beliebtesten Frühstücksvariationen unter Sportlern. Ein schönes Müsli mit Obst, Milch und Haferflocken schmeckt gut und ist ja so gesund. In diesem Artikel haben wir speziell die Haferflocken auf dem Radar, im folgenden Video erfährst du einige interessante Informationen über Getreide generell. 

Die 5 Gründe warum du Haferflocken meiden solltest

1. Vitamine in Haferflocken – Fehlanzeige 

Haferflocken haben laut Deklaration auf den meisten Haferflockenverpackungen keine oder nur ganz geringe Mengen an Vitaminen. In der Tat ist die Sachlage hier unklar, denn einige Quellen wie diese hier: http://www.vitamine.com/vitamintabelle/haferflocken/ erklären, dass Haferflocken die verschiedenen Vitamine der Vitamin B Familie enthalten. Und u.a. sollen sie auch Vitamin C und Vitamin K, sowie noch weitere Vitamine enthalten.

Ist diese Information korrekt für den ursprünglichen Hafer, so wie er auf dem Feld unverarbeitet geerntet wird, oder für die verarbeitete Haferflocke in der Verpackung? 

Wenn du einen Blick auf die Verpackung von Haferflocken von unterschiedlichen Herstellern wirfst, wirst du dort Vitamine vergeblich finden. Nur bei Kölln Flocken wird Vitamin B1 ausgewiesen. Woran liegt das?

2. Haferflocken Herstellung zerstört InhaltsstoffeOats

Der Hafer wird in der industriellen Herstellung entspelzt, gedämpft und gedarrt und dann kurz mit feuchter Wärme behandelt. Die Darre ist eine Wärmbehandlung (90 Minuten bei ca. 100 Grad) die fettspaltende Enzyme inaktiviert. (http://janeden.net/verarbeitung) Danach wird der Hafer gepresst. Durch diese beiden Behandlungsschritte wird zwar oft betont das wertvolle Inhaltsstoffe enthalten bleiben, dennoch ist eine Behandlung mit Hitze und Presse immer mit Verlust zu rechnen. Die Behandlung mit Wärme wird benötigt um die Haferflocken haltbar zu machen, denn frisches Getreide wird in der Regel schnell ranzig. 

Das könnte der Grund sein, warum auch keine Vitamine mehr in den fertigen Flocken nachzuweisen sind. 

3. Haferflocken haben sehr geringe Nährstoffdichte

Wir Menschen können nur ein begrenztes Volumen an Nahrungsmitteln zu uns nehmen. Selbst sehr aktive Sportler, schaffen es selten pro Tag mehr als 4.000 Kalorien oder noch mehr zu sich zu nehmen. Mit dieser begrenzten Aufnahme müssen wir jedoch den Nährstoffbedarf unseres Körpers decken. 

Energie ist das eine – und dafür eignen sich Haferflocken sehr gut, denn sie haben eine hohe Energiedichte. Sie haben ca. 350 kcal auf 100g.

Haferflocken, Food, Fitness Food, ungesund HaferflockenDies sagt aber noch lange nichts über die Nährstoffdichte aus. In Sachen Nährstoffen schneiden die Haferflocken nämlich vergleichbar super schlecht hab. Wie auf der Packung zu sehen, haben wir pro 100g nur Mineralstoffe wie: 

  • Thiamin
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Eisen
  • Zink 

ausgewiesen. Unbestritten sind gerade Magnesium, Eisen und Zink besonders wichtig für Fitnesstreibende, dennoch müsste dieser schon weit über 100 g pro Tag essen um überhaupt die Hälfte des benötigten Tagesbedarfs zu bekommen.

 4. Haferflocken schneidet schlecht ab im Vergleich zu anderen Lebensmitteln

Schauen wir uns einen Vergleich zu Haferflocken Alternativen für das besagte Müsli an. Zum Beispiel:

Lupinenflocken von Biolandhof Kelly:

Durchschnittliche Nährwerte Lupinenflocken je

100 g

Brennwert

1233 kJ

298 kcal

Fett

9,3 g

davon gesättigte Fettsäuren

1,7 g

Kohlenhydrate

8,8 g

davon Zucker

7,7 g

Eiweiß

35,5 g

Salz

0,03 g

Ballaststoffe

42,1 g

Nährwertangaben für 100 g verzehrbarer Anteil Amaranth:

Energie:

kcal

365

 

KJ

1,526

Inhaltsstoffe:

Protein

14,60 g

Fett, gesamt

8,80 g

Fett, muFs

4,10 g

Kohlenhydrate, 

verwertbar

56,80 g

Ballaststoffe *

Wasser

11,10 g

Cholesterin

Mineralstoffe:

Natrium

25,00 mg

Kalium

484,00 mg

Calcium

214,00 mg

Phosphor

582,00 mg

Magnesium

308,00 mg

Eisen

9,00 mg

Vitamine:

B1 

0,80 mg

B2

0,19 mg

Oft wird bei Haferflocken auch der “hohe” Eiweißgehalt als Grund für dieses Lebensmittel genannt. Es ist wahr, dass Haferflocken unter den Getreiden einen hohen Eiweißgehalt besitzen, doch auch dieser Vergleich hinkt, denn ich “erkaufe” mir diese ca. 11-13,5 g Eiweiß auf 100g mit einem sehr hohen Anteil an Kohlenhydraten und Energie. 

Noch etwas:

Haferflocken sind nicht frei von Gluten, im Gegensatz zu den Lupinenflocken aus der Süßlupine und dem Amaranth. Haferflocken enthalten weniger Gluten wie beispielsweise Weizen, dennoch enthalten sie Gluten. Daher sollten auch Allergiker vorsichtig gegenüber Haferflocken sein. 

Ich möchte an dieser Stelle nicht einmal anfangen zu erwähnen, welche Dimensionen der Unterschied macht, wenn Haferflocken gegen grünes Blattgemüse ausgetauscht werden, die bspw. in einem grünen Smoothie hervorragend als Frühstück dienen. Dies ist genug Stoff für einen extra Artikel, doch du kannst dir vorstellen, dass die Nährstoffdichte sich bei einzelnen Mineralstoffen um das 100-fache steigern. 

Zudem wird gleichzeitig dein Wasserhaushalt und Vitaminhaushalt positiv gesteigert. Der obige Vergleich vergleicht daher Haferflocken ähnliche Produkte oder Haferflocken Ersatzprodukte.

5. Haferflocken Qualität

Die folgenden Zeilen reflektieren meine eigene Meinung: Aus meiner Erfahrung ist Vorsicht geboten, wenn ein Lebensmittel zu einem derart niedrigen Preis und in grossen Massen angeboten wird. 500g Haferflocken gibt es bereits für 39 Cent in fast allen Supermärkten. Genauso wie mit der Milch, kann hier natürlich über grossen Skaleneffekte der Preis niedrig gemacht werden, dennoch muss irgendwo auch eingespart werden. Dies passiert dann meist an der Qualität der Rohstoffe, der Produktion, der Verpackung etc. Bspw. wurde wohl schon des öfteren Spuren von Mineralöl in einigen Haferflockenprodukten nachgewiesen, die von der bedruckten Verpackung in das Produkt übergingen.

Wir haben euch hier als Anregung weitere gesunde und nährstoffreiche Alternativen zu Haferflocken zusammengestellt, wenn du also nicht ganz auf dein Müesli verzichten willst, schau hier vorbei.

Haferflocken Fazit

Haferflocken sind eine Energiebombe ohne viel Nährwert im Vergleich zu vielen anderen Lebensmittel. Wenn du auf Haferflocken nicht verzichten magst, dann mahle sie dir selbst in der Getreidemühle und geniesse das frische, volle Korn mit allen verfügbaren Nährwerten.

Die nächsten Steps:

  1. Probiere Lupinenflocken aus der Süßlupine statt Haferflocken
  2. Oder hole dir eine Getreidemühle und male deine Haferflocken selbst

Empfehlung:

Wir sind auch auf deine Meinung gespannt. Kanntest du die oben genannten Fakten? Konsumierst duregelmässig Haferflocken? Was sind aus deiner Sicht die Vorteile von Haferflocken?

Dieser Artikel war interessant? Dann lese – Ernährungsmythen: Diese kannst du vergessen

Bildquelle: https://pixabay.com/de/hafer-lebensmittel-haferflocken-1178444/

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CHRISTIAN WENZEL

Christian Wenzel Protrait
Hi, ich bin Christian Wenzel, das Gesicht von vegan-freeletics.com.

Als Familienpapa liegt mir gesunde Ernährung und Bewegung am Herzen. Meine Kinder und die Natur sollen auch die nächsten Jahrzehnte gesund bleiben dürfen. Als Vegan Business Experte helfe ich nicht nur Unternehmen. Hier auf deisem Blog möchte ich DICH zu einem gesünderen Leben motivieren und inspirieren. Du bist neu hier? Dann starte direkt hier.

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Sebastian Freeletics

Christian Wenzel ist ein erfolgreicher Unternehmer, Familienvater und Online Marketing Experte. Basierend auf seinem Lieblingszitat und Lebensmotto: "Wir dürfen selbst die Veränderung sein die wir in der Welt sehen möchten", startete er sein eigenes Unternehmen, welches er seit Anbeginn sehr erfolgreich führt! Das Thema Fitness war schon immer ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Mit dem selben Engagement, dass er für sein Unternehmen an den Tag legt, widmet er sich seinem Körper. Eine gesunde und vegane Ernährungsweise stehen hier ganz oben auf der Liste. Ebenso der richtige Sport und die Herausforderung für Geist und Körper in jederlei Hinsicht. Dies führte ihn zu Freeletics und auch dem Portal vegan-freeletics. Das eigene Erfolgsrezept und das Wissen darüber zu teilen um anderen Menschen zu helfen ist seine Mission. Freeletics ist mehr als ein Workout. Wenn Du die Herausforderungen von freeletics meisterst, meisterst Du auch alle anderen Herausforderungen Deines Lebens. Mehr über Christian Wenzel und sein Unternehmen gibt es unter dbranding.de und unter: facebook.com/christian.wenzel2

26 Kommentare

  1. Ich finde Haferflocken schon sehr empfehlenswert:
    Es stimmt nicht, dass die Vitamine alle zerstört werden; im Gegenteil! Sie bleiben vergleichsweise sogar sehr gut enthalten (im Gegensatz zu z. B. langem Kochen von purem Hafer. Ich beziehe mich da auf wissenschaftliche Nährstofftabellen. Zudem zählt Hafer an sich zu den nährstoffreichsten Getreide: Er liefert viel mehr wertvolle Inhaltsstoffe wie z. B. Dinkel, Buchweizen oder Reis. Zudem sind Haferflocken sehr preiswert, regional erhältlich und sofort verzehrbar.
    Der Vergleich zu Lupinen ist unangemessen, da diese Hülsenfrüchte sind und im Allgemeinen nährstoffreicher sind. Allerdings sind Hülsenfrüchte auch schlechter verdaulich und lassen sich nicht in so grossen Mengen essen, wie z.B. Haferflocken.

    LG, Alina

    • Christian Wenzel

      Liebe Alina, vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar. Kannst du mir die Quellen nennen und wie erklärst du dir, dass auf den Haferflocken Packungen keine Vitaminangaben stehen? Hast du dir bereits mal – unabhängig von wissenschaftlichen Nährstofftabellen – die Produktion von handelsüblichen (nicht bio) Haferflocken angeschaut? LG, Christian

      • Hi Christian,

        1. Getreide (und Pseudogetreide) ist generell nicht DIE Vitaminquelle. Unsere Vitamine sollten wir hauptsächlich durch Obst und Gemüse abdecken. Trotzdem liefert Hafer noch mehr Vitamin B1, B5 und Biotin als andere (Pseudo)Getreide. die beiden letzteren sind sogar in den Flocken noch mehr enthalten als im ursprünglichen Korn. (Quelle: Souci-Fachmann-Kraut).
        2. Dass nicht ALLE Vitamine auf der Packung ausgewiesen sind ist doch ganz normal. Das ist doch nirgends der Fall. Schau doch mal deine Lupinen-Crunch-Packung an: Da steht gar kein Vitamin/Mineralstoff drauf!
        3. Ja, ich kenne die Produktion von Haferflocken (bin Ökotrophologin). Und ich kann sagen: Sie ist sehr schonend; verglichen z.B. mit stundenlangem Einweichen oder z. B. Backen (meist über 180 Grad!), wo viele wasserlösliche und hitzeempfindliche Vitamine verloren gehen.

        LG, Alina

        • Da wurde jemand gerade ordentlich auseinander genommen :‘)

          Und wenn man schon Haferflocken an den Pranger stellt um sein eigenes Buch zu vermarkten hätte man noch das schlechte Omega 3 zu 6 Verhältniss erwähnen können..

        • Daniel Grams

          Danke Alina für deinene so wichtige Antwort.
          Hinzufügen möchte ich noch, daß Haferflocken bzw. Hafer kei Gluten enthalt von
          Natur aus! Leider durch die etwas schlechte verarbeitung im selben Kessel, in dem auch glutenhaltiges Getreide verarbeitet wird, kommt es zu einer geringen Kontamination.
          Deshalb sollten Allergiker ausschließlich glutenfreie Haferflocken kaufen, wo das auch draufsteht.
          Und nicht weil jemand Unwissendes quark erzählt.

          Ach ja noch was … Hafer Haferflocken helfen den Blutzuckerspiegel im Körper zuregulieren insofern man die Haferflocken nicht mit einer großen Menge Zucker oder in gesüßten Müslis verzehrt!

  2. Dirajete Bekteshi

    Ich esse jeden morgen Haferflocken gekocht mit Milch und dazu frisches Obst. Was an preis angeht habe ich mich oft gefragt warrum die so günstig sind aber nie darüber Gedanken gemacht ob die wirklich gesund sind. Ich glaub schon dass, doch was gutes und gesundes drin ist.

    LG. Dirqe

  3. Pinkback: vegane Rezepte, vegane Snacks, Freeletics | vegan freeletics

  4. Natürlich sind Haferflocken eine sehr gesunde und empfehlenswerte Nährstoffquelle. Wer recherchieren will, sucht einfach mal nach „Haferflocken Nährstoffe“ resp. „Vitamine“ / „Mineralstoffe“ o.ä.
    Außerdem: Makronährstoffe sind nicht per se schlecht; Zucker allerdings liefert sog. „leere Kalorien“ *und* wird sofort vom Körper aufgenommen – und dann gerne als Fett gespeichert. Und trotzdem kann eine gewissen Zuckerzufuhr manchmal durchaus erlaubt sein.
    Speziell an Haferflocken gefällt übrigens auch der hohe Anteil an Beta-Glucan.

  5. Haferflocken sind wohl das mit abstand gesündeste Getreide, es ist eines der stärksten in der Natur, es kann sogar auf kargen Böden noch relativ gut wachsen. Daran sieht man schon, es ist eine starke Pflanze mit guten Abwehrkräften. Alles, was eine starke Pflanze ausmacht und was durch die Verdauung umgesetzt werden kann, kommt auch dem Menschen zugute (z.B. die sekundären Pflanzenstoffe). Aber wie oben schon gesagt, die Menge macht das Gift. Haferflocken werden zwar auch in größerer Menge nicht wirklich giftig, sie ersetzten aber natürlich nicht die Zufuhr anderer gesunder Nahrungsmittel. Eines sollten wir aber bei diesem ganzen vergleichen nicht vergessen, es gibt arme Länder da haben die Menschen fast nur Reis und vielleicht noch ein bisschen Obst oder Gemüse, Sie sind dadurch nach unserer Meinung alle nicht gut ernährt und dennoch machen Sie täglich ihren Job und müssen meist doppelt so viel arbeiten als die Menschen hier bei uns. Sicherlich haben sie dadurch meist ein verkürztes Leben doch man kann gut erkennen, wie wenig der Körper tatsächlich braucht und wie gut er sich sogar nach Extremsituationen wieder erholen kann. Stichwort, die KZ-Insassen im Dritten Reich, sie waren so ausgemergelt, nur noch Haut und Knochen und die meisten haben sich nach der Befreiung wieder so gut erholt, dass sie noch sehr alt geworden sind.
    Also die ganze Diskussion hier in den reichen Ländern ist meist nichts anderes als Propaganda für die Nahrungsmittelindustrie, mal mehr mal weniger. Es fördert immer den Umsatz der gesamten Branche und natürlich auch von denen die indirekt mit dranhängen, bis hin zu diesem Beitrag.

    Alle Fehler, die ihr findet, dürft ihr behalten, ich habe diese auch nur Van-Andern.

  6. Alleine die Aussage in Ihrem Artikel: „Aus meiner Erfahrung ist Vorsicht geboten wenn ein Lebensmittel zu einem derart niedrigen Preis und in grossen Massen angeboten wird. 500g Haferflocken gibt es bereits für 39 Cent in fast allen Supermärkten.“, disqualifiziert schon einen seriöse Gegenüberstellung Lupinenflocken zu Haferflocken – insbesondere, wenn man auf dieser Seite für dieses Produkt auf Amazon wirbt. Frei nach dem Motto: was billig ist, kann nicht gesund sein…?!? Haferflocken gehören zu den gesündesten Lebensmitteln. Sie suchen vergeblich Vitamine? Schnibbeln Sie sich Obst ins Müsli. Ich bemängle ja auch nicht die Inhaltstoffe eines Apfels, weil ich Eiweiß vermisse…

    Zu Ihren tollen Lupinen: Lupinen sind von Natur aus giftig. Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Isoflavone und Alkaloide wie Lupinin und Spartein. Lupinin kann den Tod durch Atemlähmung verursachen, Spartenin vermag dies durch Kreislaufkollaps. Das klingt nicht gesund. Lupinen erfordern eine recht aufwändige Bearbeitung, um sie überhaupt genießbar zu machen. Selbst nach dieser Bearbeitung ist unklar, wie viele Toxine noch im Produkt verbleiben. Lupinen mögen als Gründünger ihren Wert haben. Für Menschen scheint es unnötig, sich diesem Vergiftungsrisiko auszusetzen und wir sollten auch Rinder nicht nötigen, etwas anderes als Gras zu fressen.

    • Christian Wenzel

      Danke für den Kommentar. Wenn wir von den Lupinen sprechen, sprechen wir von der Süßlupine und nicht von der „lupine“. Die Süßlupine enthält die genannten giftigen Stoffe nicht mehr bzw. nur in einer für den Menschen ungefährlichen Form, sonst dürften diese Produkte gar nicht angeboten werden. Von daher kann ich dem Absatz mit der Lupine nicht zustimmen, zumal er auch von einer anderen Seite abgeschrieben ist.

      • Danke für Ihre Antwort auf meinen Kommentar. Mir ist schon klar, dass wir hier von Süßlupinen, oder auch blaue Süßlupinen, die in den 90er extra aus der Wildlupine gezüchtet wurden, sprechen. Doch auch Süßlupinen enthalten noch einen Rest unbekömmliche Alkaloide, auf die Menschen mit Beschwerden reagieren können und Lupinenprodukte erfordern immer noch eine recht aufwendige Bearbeitung.
        In Frankreich darf seit kurzem Lupinenmehl unbegrenzt in Getreidemehlen zugesetzt werden, nur leider ist seitdem die Zahl der Unverträglichkeiten dort in die Höhe geschnellt. Besonders häufig und manchmal auch sehr heftig reagieren Erdnussallergiker auf die Lupine. Daher müssen Lupinebestandteile aufgrund ihres allergenen Potenzials in Nahrungsmitteln seit 2007 EU-weit vollständig gekennzeichnet werden. Zum Thema Allergie und Glutenunverträglichkeit wie in Ihrem Artikel geschrieben noch eine kleine Ergänzung: zwischenzeitlich gibt es auch glutenfreie Haferflocken!
        Es ist legitim und auch vollkommen nachvollziehbar, dass Sie die Lupinen hier bewerben und verteidigen, schließlich möchten Sie Ihr Buch verkaufen, doch sollte man fairerweise auch auf mögliche Nebenwirkungen hinweisen. Weiterhin ist für mich nicht nachvollziehbar, warum man nach Ihrer Aussage „Haferflocken meiden sollte“.
        Meine persönliche Meinung zum Schluss. Hafer ist seit Jahrhunderten von allen geläufigen Getreidearten vermutlich das mit Abstand beste und gesündeste. Hafer ist glutenarm und gleichzeitig deutlich nährstoffreicher als alle anderen Getreidearten. Wer gerne knapp EUR 10,– je Kg für Lupinenflocken ausgeben möchte, bitte. Wie viele neue Lebensmittel in den letzten Jahren als neues „Superfood“ gehypt wurden, kann ich gar nicht aufzählen.

  7. Es fällt extrem schwer, Beiträge von dogmatischen Veganern zu lesen. Jetzt also auch die Haferflocken…..Männliche Fitnessfreaks sind mir sowieso suspekt. Und ich frage mich, wie macht denn dieser Autor sein Geld mit der veganen Religion?
    Wir haben unser BaföG damals für die Busfahrkarten zur Demo nach Bonn ausgegeben. Das würde ich heute auch sinnvoller finden. Jetzt natürlich Berlin….
    Solange fitte Mitmenschen sich nur um ihren Nabel drehen, wird sich in der Nahrungsmittelindustrie nichts ändern! Oder geht es hier eigentlich garnicht um Religion, sondern eine narzisstische Störung?
    Thorsten

  8. die 39-Cent-Haferflocken nehme ich nicht mehr, da sind zuviel Spelzen und Fremdsaat drin (kleine gequetschte Samen die mit absoluter Sicherheit keine Haferflocken sind)

  9. Brigitte

    Ich esse oft Haferflocken zum Frühstück mit Obst und Leinsamen oder Sesam eine gute Alternative auch smottiss zwischendurch steigern mein Wohlbefinden ja

  10. Danke für den interessanten Artikel. Ich habe mich schon immer gewundert, warum Haferflocken so günstig sind. Alleine wenn ich lese, dass die Haferflocken 90 Minuten bei 100 Grad gedarrt werden, kann ich schon nachvollziehen, dass bei einem solchen Herstellungsprozess viele Vitamine verloren gehen. Lupinenflocken habe ich bisher noch gar nicht gekannt. Ich werde die mir einmal über Amazon besorgen und ausprobieren. Nochmals danke für die Informationen. Haferflocken werde ich ab jetzt keine mehr kaufen. Liebe Grüße. Chris

    • Therra Boier

      Mach das bloß nicht 🙂 Solange es Dir gutgeht, solltest Du nicht auf jeden dahergelaufennen Geschäftsmann hören. Denk dran wie gesund Schweden und Schotten sind – ich sag nur Porridge- Haferfrei ist deren National Frühstück <3

  11. Dass sämtliches Getreide ungesund ist und dick macht, das ist wahr!
    Verzichtet mal einen Monat auf Brot und andere Backwaren. Euch wird es besser gehen als zuvor und man kann dadurch auch leichter Abnehmen.
    Probiert’s mal. 😉

  12. Therra Boier

    Ich habe selten so einen UNNÜTZEN, UNWAHREN und IRREFÜHRENDEN Artikel gelesen, wie diesen hier.
    Gerade für Veganer sind Haferflocken absolut super, da sie in nur einer Portion Brei mit nur 6EL Schmelzflocken (Haferschmelzflocken von Köln), bereits ein Viertel des Tagesbedarfs an Eisen decken, 100g decken bereits über 60% des Eisenbedarfs, das ist sonst mit allen anderen Sachen bei veganen Ernährung nicht zu schaffen, vor allem dann nicht wenn man nicht jeden Tag Soja und Hülsenfrüchte in sich reinstopfen will, die für viele sehr unverträglich sind und allgemein viel schwerer verdaulich!
    Und sehr viel Eiweiß haben die HF auch 13 g in nur 100g. Mit etwas Milch und Obst oder Nüssen dazu, hat man fast 40% seines Tagesbedarfs erreicht. Der übrigens um einiges höher liegt als allgemein in diversen Foren behauptet wird.
    Aber sowas merkt man erst dann, wie wichtig sowas ist, wenn man am eigennen Körper mal einen Mangel dieser Vitalstoffe erlebt hat !!
    Nachfolgend liste ich Dir mal auf warum Du dich so sehr irrst:
    Es genügen bereits kleine Mengen, da Hafer ein hervorragender Nährstofflieferant und versorgt – im Gegensatz zu Reis oder vielen anderen Getreidearten – bereits über kleine Verzehrmengen mit einer grossen Anzahl sowie interessanten Mengen einiger wichtiger Nähr- und Vitalstoffe.
    In nur 40 Gramm Haferflocken sind bereits 7,8 Mikrogramm Biotin enthalten, was einem Viertel der empfohlenen Tagesdosis entspricht. Biotin sorgt für schönes Haar, gesunde Haut und feste Nägel. Bei Haarausfall ist daher immer auch an eine erhöhte Biotinzufuhr am besten in Verbindung mit Zink zu denken.
    Und wie es der Zufall oder besser der Hafer will, ist dieser nicht nur eine wunderbare Biotinquelle, sondern gleichzeitig auch die beste Zinkquelle, die man sich wünschen kann. Hafer enthält pro 100 g mindestens genauso viel Zink (4.300 Mikrogramm) wie ein Steak, wenn nicht gar noch mehr.
    Auch das Nervensystem profitiert von einer guten Biotinversorgung, da ein Biotinmangel sogar mit Depressionen in Verbindung gebracht wird.
    Hafer und Vitamin B1: Für starke Nerven. In 40 Gramm Hafer finden sich 0,3 Milligramm Vitamin B1, womit ein Viertel des Tagesbedarfs gedeckt wäre. Kein anderes Getreide hat einen derart hohen B1-Level wie der Hafer. Das Vitamin B1 ist gemeinsam mit B6 DAS Nervenvitamin schlechthin, so dass sich ein massiver Mangel in Schwindel, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und neurologischen Störungen (z. B. Nervenentzündungen) äussern kann. Auch bei der Verwertung der Kohlenhydrate ist das B1 mit dabei, was dazu führte, dass man Zucker als Vitaminräuber bezeichnete. Denn für seine Verarbeitung ist B1 erforderlich, obwohl er selbst kein B1 liefert.
    Hafer hingegen schenkt dem Organismus viel mehr B1, als für die Verwertung seiner Kohlenhydrate benötigt wird.
    Hafer und Vitamin B6: Für eine ausgeglichene Psyche. In Sachen Vitamin B6 hat der Hafer – genau wie beim Vitamin B1 – die Nase ganz vorn und liefert von diesem Vitalstoff mit fast 1 mg pro 100 g mindestens die doppelte Menge Vitamin B6 als andere Getreide.
    Wie oben schon erwähnt, kümmert sich das Vitamin B6 um das Nervensystem, aber genauso um die Blutgesundheit (da es an der Hämoglobinbildung beteiligt ist) sowie um die Serotoninproduktion.Letzteres führt dazu, dass man bei psychischem Unwohlsein oder schlechtem Schlaf immer auch an B6 oder lieber gleich an den Hafer denken sollte. Ein B6-Mangel ist gar nicht so selten, da er gerne bei einseitiger Ernährung auftritt, die häufig von Jugendlichen und Senioren praktiziert wird. Auch chronischer Durchfall geht häufig mit einem B6-Mangel einher.
    Genauso können die Pille und manche Antibiotika einen B6-Mangel herbeiführen.
    Zu den B6-Mangel-Symptomen gehören z. B. auch Albträume, eine erhöhte Infektneigung oder Hautveränderungen sowie erhöhte Homocysteinwerte. Letztere zählen derzeit mit zu den gravierendsten Risikofaktoren für unerwünschte Herz-Kreislauf-Angelegenheiten.
    Hafer und Eisen: Fleisch ist da überflüssig, da 40 Gramm Hafer liefern überdies 2,4 mg Eisen. Auch hier haben es die anderen Getreide schwer, derart hohe Werte zu erreichen.
    Auch Fleisch kann den Hafer als Eisenquelle kaum übertrumpfen. Hafer enthält nämlich mindestens doppelt so viel Eisen wie Fleisch. Und wenn Sie ein Hafergericht mit einer Vitamin-C-Quelle kombinieren (wie z. B. das unten genannte Müsli), dann wird das Eisen aus dem Hafer auch noch annähernd so gut verwertet wie jenes aus Fleisch. Bei Blutarmut ist es daher äusserst empfehlenswert, Hafer oder Hirse statt anderer Getreide zu sich zu nehmen.

    In 40 Gramm Hafer sind etwa 60 Milligramm Magnesium versteckt. Wenn Sie also beispielsweise ein Müsli oder Porridge essen, das aus folgenden Zutaten besteht, dann haben Sie damit bereits Ihren halben Tagesbedarf an Magnesium (300 – 400 mg) gedeckt: 40 Gramm Hafer (fein geschrotet und 20 Minuten lang in Wasser eingeweicht) oder Haferflocken, 1 Banane, ½ Apfel, fein gerieben, 2 Datteln, entkernt und in kleine Stückchen geschnitten oder Honig, 20 g Sonnenblumenkerne
    Du magst kein Müsli? Kein Problem: Auch ein herzhafter Hafer-Burger – mit Vitamin-C-reichem Gemüse oder Salaten serviert – verschafft Dir die Hafertypischen Vorteile.

    Hafer: Gemeinsam mit Hirse der ideale Silicium-Lieferant Hafer enthält fast so viel Silicium wie die Silicium-Königin namens Hirse. Silicium ist ein aussergewöhnlicher Stoff. Silicium fördert die Gesundheit des Bindegewebes, hält Ihnen Cellulite vom Leib und macht Ihre Haut straff und elastisch.Auch Haare und Nägel profitieren sehr, wenn der Körper ausreichend mit Silicium versorgt ist. Aber das wissen Sie natürlich alles längst. Was Du jedoch vielleicht noch nicht weißt, ist, dass Silicium auch für die Knochen- und Knorpelgesundheit ausschlaggebend ist. Bei Arthrose, Arthritis und Knochenproblemen sollte daher immer die Siliciumversorgung optimiert werden.
    Zusätzlich nutzt der Organismus das Silicium zur Ausleitung von Aluminium und schützt auf diese Weise u. a. ganz besonders das Gehirn. Silicium leitet Aluminium aus

    Hafer: Die beste Ballaststoff-Kombination
    In 40 Gramm Hafer finden sich überdies annähernd 4 Gramm Ballaststoffe, die wunderbar ausgewogen zur Hälfte aus löslichen und zur anderen Hälfte aus unlöslichen Ballaststoffen bestehen. In Weizen, Roggen, Gerste und Mais hingegen überwiegen die unlöslichen Ballaststoffe. Von den löslichen Ballaststoffen ist in diesen Getreiden nur wenig enthalten. Doch während die unlöslichen Ballaststoffe eher auf den Kampf gegen Darmträgheit spezialisiert sind, können die löslichen Ballaststoffe die Blutfett- und Cholesterinwerte senken und damit Herzinfarkt, Arteriosklerose sowie Gallensteinen vorbeugen helfen.

    Hafer: In drei Tagen gegen Diabetes und Insulinresistenz
    Auch den Blutzuckerspiegel regulieren die löslichen Ballaststoffe des Hafers (gemeinsam mit seinem hohen Magnesiumgehalt) so beeindruckend gut, dass es für Diabetiker oder Menschen mit Insulinresistenz sogar regelrechte Hafer-Kuren gibt.
    In deren Verlauf nimmt man drei Tage lang aussergewöhnlich viel Hafer zu sich – was trotz dieser unglaublich kurzen Zeit die Insulinresistenz und damit die Blutzuckerwerte merklich verbessern kann. (Sinnvoller wäre natürlich ein langfristiger täglicher Verzehr kleiner Hafermengen im Rahmen einer insgesamt gesunden Ernährung.)

    Allein eine Magnesium-Nahrungsergänzung brachte in einer US-Studie an 40.000 Teilnehmern eine um 19 Prozent verringerte Diabetesgefahr. Wenn jedoch regelmässig Haferbrei konsumiert wurde, reduzierte sich das Diabetes-Risiko gleich um ein Drittel, was wieder zeigt, um wieviel wirkungsvoller das vollwertige Lebensmittel im Vergleich zu einem isolierten Mineralstoff sein kann.

    So enthält der Hafer beispielsweise noch zusätzlich sog. Saponine. Es handelt sich hierbei um sekundäre Pflanzenstoffe, die den Blutzuckerspiegel bei vorhandener Hyperglykämie (zu hoher Blutzucker) senken und die Insulinsekretion erhöhen können.
    Hafer und sein Beta-Glucan

    Ein Grossteil der oben erwähnten so segensreichen löslichen Ballaststoffe des Hafers nennt sich Beta-Glucan.

    Das Beta-Glucan unterstützt die Tätigkeit spezieller Immunzellen, den sog. neutrophilen Granulozyten. Diese dämmen u. a. Entzündungsherde im Körper ein, so dass Beta-Glucan und damit auch der Hafer entzündungshemmende Wirkung aufweist. Das Beta-Glucan ist jedoch auch der Hauptgrund dafür, warum vielen Menschen mit hohem Cholesterinspiegel der Verzehr von Haferkleie nahe gelegt wird. Haferkleie bezeichnet die Randschichten des Hafers ohne den Mehlkörper. Die Haferkleie ist natürlich besonders ballaststoffreich. Konkret bedeutet dies, dass die Haferkleie doppelt so viel Beta-Glucan enthält wie Haferflocken. Und so liefern 40 g Haferkleie eine Beta-Glucan-Menge (3 g), die den Cholesterinspiegel – bei täglicher Einnahme für drei Wochen lang – um 8 bis 23 Prozent senkt. (Denken Sie daran, zur Haferkleie viel Wasser zu trinken.)

    Weizenkleie hat diese überaus positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel übrigens nicht.

    Wenn man nun bedenkt, dass ein um ein Prozent geringerer Cholesterinspiegel einem um zwei Prozent geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entspricht, dann könnte schon eine Schale Haferbrei am Tag das Herz-Kreislauf-Risiko um beinahe die Hälfte reduzieren.
    Wie aber senkt nun das Beta-Glucan im Hafer den Cholesterinspiegel?
    Beta-Glucan bindet verstärkt Gallenflüssigkeit im Darm. In dieser Gallenflüssigkeit ist eine grosse Menge Cholesterin enthalten, das nun – gebunden an Beta-Glucan – mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann, anstatt erneut in den Blutkreislauf zu gelangen.

    Hafer senkt natürlich nur das LDL-Cholesterin und das Gesamt-Cholesterin. Das als „gute“ Cholesterin bekannte HDL-Cholesterin bleibt unangetastet.
    Hafer wirkt einem erhöhten Cholesterinspiegel aber noch auf andere Weise entgegen – nämlich über ein haferspezifisches Antioxidans namens Avenanthramid.
    Hafer – Ein ungewöhnliches Antioxidans

    Die Wirkung von Getreide als Lieferanten für Antioxidantien wurde lange Zeit stark unterschätzt. Das hatte einen ganz einfachen Grund: Die Forscher wendeten die falschen Methoden an, um den Gehalt an Antioxidantien im Getreide zu ermitteln. Wissenschaftler der US-amerikanischen Cornell University fanden heraus, dass Antioxidantien in Früchten und Gemüse grösstenteils in freier Form enthalten sind, in Getreide jedoch zu 99 Prozent in gebundener Form.

    Ob die Antioxidantien frei oder gebunden sind, ist für ihre Wirkung vollkommen irrelevant. Gebundene Antioxidantien lassen sich jedoch nicht mit denselben Methoden nachweisen wie freie. Daher glaubte man lange, Getreide liefere kaum Antioxidantien.
    Bei der Verarbeitung von Getreide zu Weissmehl geht jedoch ein Grossteil des antioxidativen Potentials verloren, denn 83 Prozent der Antioxidantien sitzen in den äusseren Kornschichten, die bei der Verarbeitung zu Auszugsmehlen entfernt werden.
    Dr. Rui Hai Liu und sein Team erklären, dass Darmbakterien Antioxidantien aus Vollkornprodukten hervorragend lösen und dem Organismus zur Verwertung zur Verfügung stellen können. Voraussetzung dafür ist natürlich eine gesunde Darmflora.

    Das im Hafer enthaltene hochwirksame Antioxidans aus der Gruppe der Polyphenole heisst Avenanthramid.
    Avenanthramid aus Hafer verhindert u. a. die Oxidation des LDL-Cholesterins – und oxidiertes Cholesterin ist bekanntlich genau DAS Cholesterin, das Probleme bereitet und zu den gefürchteten Ablagerungen in den Blutgefässwänden führt.
    Besonders effektiv ist die Schutzfunktion des Avenanthramid, wenn es zusammen mit Vitamin C aufgenommen wird, denn dann hält sie länger an.
    So empfiehlt sich also auch hier das oben genannte Frühstück, das natürlich auch mit Zitrusfrüchten zubereitet werden kann, was seinen Vitamin-C-Wert noch weiter erhöht.

    Natürlich sind all die oben genannten wertvollen Stoffe nur im Vollkorn-Hafer in relevanten Mengen enthalten.
    Praktischerweise werden Haferflocken so gut wie immer aus Vollkornhafer hergestellt – ganz gleich, ob es sich um kernige Haferflocken, feine Haferflocken oder Haferflocken für Babys handelt.
    Natürlich bringt der Hafer nicht nur die genannten haferspezifischen Eigenschaften mit sich, sondern auch alle anderen Vorteile, die allgemein den Vollkornprodukten inne wohnen. So können Männer ihr Risiko, am plötzlichen Herztod zu sterben, um nahezu ein Drittel reduzieren, wenn sie jeden Tag einen Vollkornbrei zum Frühstück essen – wie eine Harvard-Studie mit mehr als 20.000 Teilnehmern ergab.

    Und Frauen können mit dem täglichen Frischkornbrei – wie eine wissenschaftliche Studie aus Grossbritannien mit mehr als 35.000 Teilnehmerinnen zeigte – ihr Brustkrebsrisiko reduzieren, und zwar um 40 Prozent, wenn Sie schon vor den Wechseljahren täglich 13 g oder mehr Ballaststoffe aus Getreide zu sich nehmen. Was liegt näher, als für diesen Zweck den Hafer zu wählen, der schliesslich eines der wohlschmeckendsten und – wie Sie nun wissen – gesündesten Getreide ist, die uns zur Auswahl stehen, und all das, wo der Hafer auch noch aussergewöhnlich wenig Gluten enthält:

    Gluten im Hafer?
    Hafer ist nicht ganz glutenfrei, aber glutenarm. Unübersehbarer Beweis für seine Glutenarmut ist die Tatsache, dass man aus reinem Hafermehl kein Brot backen kann, zumindest keines in der gewohnten Form. Denn Gluten hält den Teig zusammen und sorgt dafür, dass es unter Hefe- oder Sauerteigeinwirkung auch aufgehen kann. Ohne Gluten (und ohne spezielle Zusätze) erhält man allenfalls ein Fladenbrot.
    Doch kann Hafermehl in Mengen von bis zu 30 Prozent in Brotrezepte gemischt werden.
    Obwohl Hafer geringe Mengen Gluten enthält (jedoch eine andere Glutenform als der Weizen), ist Hafer für Glutensensitive meist viel besser verträglich als glutenreiche Getreide wie Weizen, Roggen und Dinkel.
    Höchstwahrscheinlich können sogar manche Menschen mit Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit) Hafer verzehren – natürlich nur in begrenzten Mengen (z. B. nicht mehr als 50 g pro Tag) und nur sog. glutenfreier Hafer.
    Glutenfreier Hafer enthält zwar das haferspezifische Gluten, ist aber durch strenge Anbau- und Verarbeitungskontrollen frei von Verunreinigungen durch Weizen, Gerste oder Dinkel.

    Diese „Verunreinigungen“ können dann in den Hafer gelangen, wenn z. B. unmittelbar an ein Haferfeld ein Weizenfeld grenzt und bei der Haferernte auch einige Weizenkörner mitgeerntet werden oder wenn in einem Betrieb viele verschiedene Getreide abgefüllt und verarbeitet werden, wobei es immer sein kann, dass sich einige Weizenkörner in die Haferpackung verirren.
    Diese geringen Weizenmengen können für Menschen mit Zöliakie bereits zum Problem werden, weshalb sie beim Haferkauf unbedingt auf die als „glutenfrei“ deklarierten Haferprodukte achten sollten. Diese enthalten garantiert weniger als 20 ppm* Gluten und befinden sich somit in einem für Zöliakie-Betroffene akzeptablen Bereich.

    *20 ppm = 2 Milligramm Gluten pro 100 Gramm Lebensmittel

    Auch die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie mit 116 Kindern, die an Zöliakie litten, bestätigen, dass Hafer bei Glutenunverträglichkeit oft vertragen wird. Während die Hälfte der Kinder ein Jahr lang eine klassisch-glutenfreie Ernährung erhielt, durfte die andere Gruppe weizenfreie Haferprodukte konsumieren. Nach Ablauf der Studie hatten sich die Darmschleimhäute und das Immunsystem aller Kinder wieder vollständig erholt.
    Allerdings sollte jeder Betroffene mit Glutenunverträglichkeit oder Glutensensitivität für sich selbst testen, ob und in welchen Mengen er Hafer verträgt, indem er zunächst mit minimalen Hafermengen startet und seine Körperreaktionen genau beobachtet.
    Zöliakie-Betroffene können ferner während der Hafer-Testphase (falls sie eine solche überhaupt durchführen möchten) vom Arzt regelmässig Ihre Gliadin*-Antikörperwerte überprüfen lassen, um so die Haferunverträglichkeit frühestmöglich zu erkennen. *Gliadin ist jener Teil des Glutens, das bei Zöliakie-Patienten zu Autoimmunreaktionen im Darm führt, in deren Folge die Darmschleimhaut angegriffen wird und sich die typischen Symptome wie Durchfall, Bauchweh und Blähungen einstellen.

    So schmeckt Hafer am besten
    Will man ein Original-Porridge zubereiten, dann werden die Haferflocken mit der vier- bis zehnfachen Menge Wasser oder Reisdrink (je nach persönlicher Konsistenzvorliebe) höchstens drei Minuten lang bei häufigem Umrühren geköchelt. In der letzten Minute gibt man eine Prise Salz hinzu. Normalerweise wird ein Porridge länger gekocht, doch sollen die Inhaltsstoffe des Hafers bei einer dreiminütigen Kochzeit noch grösstenteils erhalten bleiben. Das Porridge kann nun mit Früchten, Trockenfrüchten, Honig oder anderen Süssungsmitteln und Gewürzen wie Zimt, Vanille oder Lebkuchengewürz. Backen Sie Haferplätzchen und verwenden Sie für Kuchen und Kekse ab sofort einen Teil Hafermehl oder -flocken statt Weizen- oder Dinkelmehl.

    Greife statt zu Fertig-Burgern auf dieses turboschnelle Burger-Rezept mit Hafer zurück:
    Rezept für schnelle Hafer-Burger: es empfielht sich gleich zu verdoppeln, oder sogar 3x je nach Menge der Leute die mitessen.

    http://vegan-und-lecker.de/2010/02/17/schnelle-hafer-bratlinge/

    UND NOCHWAS in Südamerika können sich die EInheimischen ihre GRUNDNAHRUNG Quinoa und Amaranth NICHT MEHR LEISTEN! wegen dem Hype hier. Weil die Preise dafür jetzt so hoch, zu hoch für die sind. Es wäre besser Ihr würdet Euch lieber an Einheimische URNAHRUNG wie Hafer erinnern anstatt, hier Fanatisch den Hafer zu bashen, den sich mindestens JeDer leisten kann, im Gegensatz zu Eueren Superfoods und Oberteueren Mist. Der dann nicht mal schmeckt. Nicht umsonst essen Schwede und Schotten viel Hafer und sind die gesündesten Leute in EU. 🙂

  13. Therra Boier

    Ach soooo! Du willst nur deine Arschteueren unnützen „Superfoods“ verkaufen, und Haferflocken sind Dir im Weg, weil Sie wirklich billig und obergesund sind. LOL
    http://www.aesthetics-blog.com/sind-haferflocken-gesund/

  14. Sorry wenn ich so direkt werde, aber „solche“ Seiten kotzen mich an!
    Dieser Ernährungshype ist ne Katastrophe, jeder ist auf einmal ein selbsternannter Ernährungsexperte. Heutzutage wird einem alles schlecht geredet, gefühlt herrscht nur noch Nahrungspropaganda und Ernährungskrieg („Paleoaner“, Vegetarier, Veganer, Frutarier), streng genommen dürfte man gar nichts mehr zu sich nehmen, denn irgendwas schädliches oder giftiges hat auf einmal jedes Lebensmittel.
    Selbst das zu Beginn hoch gelobte Bio Obst/Gemüse kann Pestiziede enthalten, wenn nebenan ein konventionelles Feld bearbeitet wird. Fleisch und Milch ist sowie pures Gift für den Körper. Ich frage mich, wie der Mensch knapp 3 Mio. Jahre lang „überleben“ konnte.
    Anstatt Stimmung gegen „natürliche“ Nahrungsmittel zu machen, sollte doch viel eher die einseitige und eindeutig ungesunde (z.B. zu viel industrieller Zucker) Ernährung des „modernen“ Menschen in Kombination mit seinem notorischen Bewegungsmangel kritisiert werden. Hey, sollen die Leute doch ihre Haferflocken, mit Joghurt (ooooh, ein böses Milchprodukt!!) und konventionellem Obst (ja Obst, kein Bio-Obst) essen, wenn sie damit vom den 2-3 doppelt beschmierten Marmeladen/Nutella Weizenbrötchen wegkommen!!

    Und wenn jemand meinen tiefschwarzen Sarkasmus, welchen ich hier als Ausdrucksweise meines Humors einbringe, nicht rauslesen kann und glaubt er müsse sich mit mir auf eine Diskussion einlassen, dem Rate ich, verschwende nicht deine Zeit, denn ich werde nicht diskutieren.

  15. Thomas Reinhart

    Mein Großvater aß morgens täglich Haferflocken mit Milch (am Vorabend eingeweicht )mit ein paar Rosinen. Er war sein Leben lang fit und voller Energie, und er wurde 96 Jahre. Da kann ich über ihren Artikel nur lachen.

    • Christian Wenzel

      Lieber Thomas, herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ich beglückwünsche dich, dass du so lange etwas von deinem Großvater haben durftest und das er so lange gesund und voller Energie gelebt hat. Sicher haben die Haferflocken ihren Anteil daran gehabt.

      Bitte beachte zu deinem Kommentar auch, dass zu so einem langen und vitalen Leben sehr viele Einflussfaktoren eine Rolle spielen und die Ernährung (und dann runtergebrochen die einzelnen Bausteine der Ernährung) noch eine jeweils angepasste kleinere Rolle spielen.

      Zudem sage ich auch nicht, dass Haferflocken deine gesunde Ernährung gefährden, sondern ich sage deine „gute“ Ernährung. Haferflocken sind gut und es gibt mittlerweile noch bessere Alternativen für die meisten Menschen. Das wollte ich damit ausdrücken. Danke dir

  16. Mario Cassano

    Servus
    Wenn ein Online Marketing Experte für seinen Artikel so auf die Zwölf bekommt, ist die Online Marketing Nummer aber sauber nach hinten los gegangen.
    Mich würde eher noch interessieren was ein (erfolgreicher) Familienvater ist?

    Ich denke es ist das Natürlichste auf der Welt wenn man sich mit Nahrungsmitteln aus seiner unmittelbaren Umgebung versorgt.
    Oder es versucht sich zu versorgen.
    Z.B. mit Hühnereiern von den Hühnern des Bauern um die Ecke, so man keine eigenen Hühner besitzt.
    Die kompensieren sogar das Eiweiß, dass den Haferflocken fehlt.
    Ganz zu schweigen von den Vitaminen der Äpfel vom Apfelbaum im Garten und dem selbst gemachten Sauerkraut aus dem Fass.
    Hype hin, Hype her is mir eigentlich Wurscht!
    Es gibt keine wirkliche logische und wirtschaftliche Konkurrenz für Haferflocken.

    Ein weißer Mann hat mal gesagt: ,,Warum soll ich bei allem Unsinn auf der Welt, gerade an ihren glauben?“

    In diesem Sinne….

  17. Also erstens mal: 1. ja das mag sein das Haferflocken keine Vitaminbombe ist
    2. Sie sind sehr Kaloriendicht was sehr gut ist um sich mit etwas weniger Nahrung viel Kalorien und Kohlenhydrate zu sich zu nehmen.
    3. Das wenig Vitamine enthalten sind heisst ja nicht gleich das es ungesund ist. Es ist ja auch mittel zum Zweck um an Kohlenhydraten und an Kalorien zu gewinnen und nicht an Vitaminen.
    Wenn ihr schlauberger so Clever seit dann solltet ihr ja nur Nahrung essen was so viel möglich alles abdeckt. Man kann nicht nur Allrounder in seine Ernährung einpacken. Darum ist es ja auch Vorteilhaft Haferflocken mit Obst etc. zu kombinieren um die Vitamine noch zu ergänzen. So ein Schwachsinn was hier vermittelt wird. Völlig falsch dann könnte man auch sagen das eine Orange ungesund ist weil sie nicht alle Vitamine und Mineralstoffe abdeckt… Bitte verfasst nicht solche stumpf analysierten Berichte

  18. Völliger Schwachsinn was hier vermittelt wird. Es kommt hier einen vor als ob Haferflocken ein sehr ungesundes und mangelhaftes Essen ist. Fast schon lächerlich. Bitte schliesst diese schwachsinnige Seite bevor noch Menschen an sowas glauben.

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