Ernährungsmythen enthüllt
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Ernährungsmythen: Diese kannst du vergessen

Über den Autor

Mein Name ist Daniele De Rosa, ich komme aus dem schönen Saarbrücken und arbeite selbständig als Webentwickler. Schon seit vielen Jahren interessiere ich mich für die biochemischen Prozesse des menschlichen Körpers. Ich war schon immer der Typ, der wissen wollte, warum etwas so ist wie es ist und hinterfrage vieles. Besonders interessant finde ich die Biochemie im Bezug auf Fitness und Ernährung, weshalb ich mich darauf spezialisierte. Abgesehen von Freeletics praktiziere ich seit rund 11 Jahren B-Boying und im Gegensatz zu den meisten anderen Authoren hier ernähre ich mich nicht vegan, respektiere und schätze jedoch alle sich vegan ernährenden.

Über Fitness und Ernährung schreibe ich in meinem kleinen Blog, zudem leite ich die Plattform www.freeleticsrezepte.de.

Glaubst du an diese 3 beliebte Mythen in der Ernährung?

Jeder kennt es, sicherlich auch Du. Wenn du gerade damit anfängst, dich mit dem Thema Fitness und Ernährung zu beschäftigen und zu recherchieren, wirst du auf viele verschiedenen Informationen stoßen. Wo Informationen Dir auf der einen Seite als schlüssig erscheinen, werden sie auf einer anderen mit verschiedenen Argumenten widerlegt. Es ist sehr schwierig, als Einsteiger die richtigen Informationen abzurufen, zumal das auch immer sehr individuell sein kann. In diesem Artikel möchte ich Dir, ganz simpel erklärt, die meiner Meinung nach 3 größten Mythen der Ernährung vorstellen.

Ernährungs-Mythos Nr. 1: Keine Kohlenhydrate am Abend

Vor einigen Jahren wurden die Fette als Hauptgrund für Gewichtszunahme verantwortlich gemacht, seit kurzem sind es die Kohlenhydrate. Die Low Carb-Industrie boomt, es werden immer mehr Produkte verkauft, die wenig bis gar keine Kohlenhydrate enthalten. Doch was hat es damit auf sich? Ist das wieder nur eine Verkaufsmasche oder nimmt man wirklich ab, wenn man die Kohlenhydrate weglässt?

Über das Thema, ob Kohlenhydrate nun dick machen, habe ich auf meinem Blog einen ausführlichen Artikel verfasst. Pauschal lässt sich Folgendes sagen:

Nein, Kohlenhydrate machen nicht dick.

Zu viel essen und die dadurch resultierende positive Energiebilanz macht dick. Da ist es ganz egal, ob der Überschuss durch Kohlenhydrate, Fette oder Proteine herbeigeführt wird. Detaillierter beschrieben und begründet ist das im verlinkten Artikel.

Ernährungsmythen Kohlenhydrate machen dick

Machen Kohlenhydrate am Abend dick? Nein!

Wir wollen uns hier jedoch speziell mit dem Thema „Kohlenhydrate am Abend“ beschäftigen.

Immer wieder fragt man mich: „Werde ich zunehmen, wenn ich am Abend noch Kohlenhydrate esse?“ oder „Kann ich überhaupt abnehmen, wenn ich am Abend noch Kohlenhydrate esse“? Die Begründung dafür ist der Insulinspiegel, der nach dem Verzehr von Kohlenhydraten ansteigt.

Insulin hemmt die Fettverbrennung und sorgt sogar eher dafür, dass Fett in die entsprechenden Zellen eingelagert wird. Da wir mittlerweile durch mehrere Studien wissen, dass nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch andere Lebensmittel, vor allem eben Eiweiß, Insulin ausschütten, können wir das nicht so steuern, wie wir ursprünglich dachten. Somit ist gegen Kohlenhydrate am Abend absolut nichts einzuwenden, vorzugsweise natürlich langkettige, da diese den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen.

Unserem Organismus ist es egal, wann die Kalorien aufgenommen werden."​

Ob wir abnehmen oder zunehmen entscheidet in erster Linie die Energiebilanz. Nehmen wir mehr Kalorien zu uns als wir verbrauchen, nehmen wir zu. Nehmen wir im Gegenschluss weniger Kalorien zu uns als wir verbrauchen, nehmen wir ab. Ja, so einfach ist es! Was diesen Punkt angeht ist es unserem Organismus regelrecht egal, wann die Kalorien aufgenommen werden. Und mal ehrlich, welches Kohlenhydrat trägt eine Uhr mit sich und sagt: „Oh, 21 Uhr. Ich werde zu fett.“

Fazit: Keine Kohlenhydrate am Abend? Völliger Quatsch!

Solange Deine Energiebilanz negativ ist, wirst Du garantiert abnehmen, ganz egal ob Deine Kalorien aus Kohlenhydraten, Fetten oder Proteinen stammen und zu welcher Uhrzeit sie eingenommen wurden.

Ernährungs-Mythos Nr. 2: Essen vor dem Training

Ich muss vor dem Training etwas essen, sonst habe ich keine Energie.“

Diesen Satz hört man ziemlich häufig. Doch was ist dran? Benötigt unser Körper unmittelbar vor dem Training Nahrung, um Energie daraus zu gewinnen? Falls nein, wieviele Stunden sollte man vorher etwas essen?

Ernährungsmythen Essen vor dem Training

Muss ich vor dem Training essen? Auf jeden Fall solltest du 2 Stunden vorher spätestens gegessen haben, sonst liegt's schwer im Magen beim Sport

Nun, das kommt ganz darauf an. Um diese Frage zu beantworten, ist die Magenverweildauer von Lebensmitteln entscheidend. Unser Organismus zerlegt die Nährstoffe erst im Darm, somit wird auch erst dann effektiv Energie freigesetzt. (In unserem Speichel befinden sich ebenfalls Enzyme, die Kohlenhydrate spalten. Das ist allerdings ein kaum zu erwähnender Wert an freigesetzter Energie). Somit müssen wir uns fragen: Wie lange ist ein Lebensmittel unterwegs, bis es letztendlich im Darm ankommt? Wie lange verweilt das Lebensmittel in unserem Magen? Eine kleine Tabelle zur Magenverweildauer findest Du hier.

Nehmen wir als Beispiel das Vollkornbrot. Dieses verweilt erstmal ca. 4 Stunden im Magen, bevor effektiv überhaupt etwas damit passiert. Nach diesen 4 Stunden ist jedoch noch immer keine Energie daraus gewonnen, da das von der Magensäure bearbeitete Brot erst jetzt in den Darm gelangt, wo es schließlich zerlegt wird. Erst dann gewinnt der Körper Energie daraus.

Wichtig: Der Zeitwert ist meist höher als der in den Tabellen, da in den entsprechenden Studien mit nüchternem Magen stattgefunden haben. Essen wir zum Beispiel morgens fettreiche Mahlzeiten wie Käse, Nüsse oder Fleischgerichte, verweilen diese erstmal ca. 7 Stunden im Magen, bis etwas mit ihnen passiert. Alles, was danach kommt, stellt sich quasi hinten an. Somit wird die Aufnahme in den Darm nochmal verzögert.

Was schließen wir daraus? Das Essen vor dem Training ist aufgrund der Magenverweildauer von Lebensmitteln längst nicht so wichtig wie gedacht, da wir – wenn wir beispielsweise abends trainieren – wahrscheinlich noch immer Energie aus unserem Frühstück gewinnen. Wir sollten eher darauf achten, dass wir am Tag davor mit guten Kohlenhydraten unsere Glykogenspeicher füllen. Diese verwendet der Körper als Energietank, somit sollten wir ausreichend Energie für unser Training haben – auch auf nüchternem Magen. Das Gefühl der Energielosigkeit, wenn man mehrere Stunden vor dem Training nichts isst, findet vor allem im Kopf statt.

Fazit: Je nachdem wieviele Stunden vorher Du was isst, ist es eher unwahrscheinlich, dass Deine Energie aus der entsprechend zugeführten Nahrung stammt. Wenn Du Dich so jedoch besser fühlst, kannst Du das natürlich auch weiterhin so tun, schaden wird es garantiert keinem.

Ernährungs-Mythos Nr. 3: Du musst Proteinshakes trinken!

Proteinshakes nach dem Training sind mittlerweile sehr beliebt. Aber sind sie auch notwendig?

Auch hier gilt die Pauschale, dass Nährstoffe primär über die Grundnahrung aufgenommen werden sollten. Proteinpulver ist ein Supplement, welches am besten nur zugeführt wird, wenn die ausreichende Aufnahme über die Nahrung nicht zu schaffen ist.

Fakt ist, dass viele Sportler es mit der Proteinzufuhr stark übertreiben.

Wenn Du nicht auf Anabolika bist und keine 150kg wiegst, sind 0,8g Eiweiß pro kg Körpergewicht genug, um Muskelmasse zu halten und 1,5g bis maximal 2g pro kg Körpergewicht mehr als genug, um effektiv Muskelmasse aufzubauen. Bei einem 70g schweren Mann wären das beim Maximalwert von 2g pro kg Körpergewicht 140g Protein, das sollte ohne Probleme über die Nahrung zu schaffen sein. Somit muss man in dem Fall gar nicht erst über Supplements wie Proteinpulver nachdenken.

Ernährungsmythen Proteinshake

Du brauchst nichts zwangsweise Proteinshakes wenn du deine Proteine über deine Ernährung aufnimmst

Auch die Pflicht des Proteinshakes unmittelbar nach dem Training ist ein Mythos.

In verschiedenen Studien fand man heraus, dass die Proteinsysnthese bis zu 36 Stunden nach dem Training erhöht ist, somit bleibt Dir danach viel viel Zeit, um die nötigen Eiweiße zuzuführen.

Fazit: Nein, Du musst keine Proteinshakes trinken. 

Du wirst auch ohne sie Erfolge ernten. Sie sollten als Nahrungsergänzungsmittel behandelt und nur zugeführt werden, wenn es über die Nahrung nicht ausreichend zu schaffen ist. Aber auch hier gilt: Wenn Du Dich mit ihnen wohl fühlst, kannst Du sie natürlich weiterhin zuführen. Entscheidend für den Erfolg sind sie jedoch in keinster Weise.

Ich hoffe, Dir mit dem Artikel weitergeholfen zu haben.

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ClapClap!

Daniele​

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Sebastian Freeletics

Christian Wenzel ist ein erfolgreicher Unternehmer, Familienvater und Online Marketing Experte. Basierend auf seinem Lieblingszitat und Lebensmotto: "Wir dürfen selbst die Veränderung sein die wir in der Welt sehen möchten", startete er sein eigenes Unternehmen, welches er seit Anbeginn sehr erfolgreich führt! Das Thema Fitness war schon immer ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Mit dem selben Engagement, dass er für sein Unternehmen an den Tag legt, widmet er sich seinem Körper. Eine gesunde und vegane Ernährungsweise stehen hier ganz oben auf der Liste. Ebenso der richtige Sport und die Herausforderung für Geist und Körper in jederlei Hinsicht. Dies führte ihn zu Freeletics und auch dem Portal vegan-freeletics. Das eigene Erfolgsrezept und das Wissen darüber zu teilen um anderen Menschen zu helfen ist seine Mission. Freeletics ist mehr als ein Workout. Wenn Du die Herausforderungen von freeletics meisterst, meisterst Du auch alle anderen Herausforderungen Deines Lebens. Mehr über Christian Wenzel und sein Unternehmen gibt es unter dbranding.de und unter: facebook.com/christian.wenzel2

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